Der Weg zur ISO 45001 Zertifizierung – Arbeitsschutzmanagement bei der EGGER Kunststoffe GmbH & Co. KG

Anlässlich des erfolgreichen Projektabschlusses zur Verbesserung des Arbeitsschutzmanagement bei der EGGER Kunststoffe GmbH & Co. KG am Standort Gifhorn haben wir Werksleiter Herrn Veile und Projektleiter Herrn Manzke einige Fragen bezüglich der Zusammenarbeit gestellt. Das Interview wurde von unserem Consultant Herrn Tremel am 11.10.2019 geführt.

Herr Veile, bitte geben Sie uns einen kurzen Überblick über das EGGER Werk Gifhorn und die Produkte, die hier gefertigt werden.

Die EGGER Kunststoffe GmbH & CO. KG in Gifhorn ist Teil der österreichischen Egger-Gruppe mit ca. 350 Mitarbeitern. Am Standort werden seit über 45 Jahre Schichtstoffe hergestellt. Schichtstoffe bestehen aus mehreren Lagen Papier, welche in Kunstharz getränkt und in Heißpressen miteinander verpresst werden.

Herr Veile

Vielen Dank Herr Veile. Was war der Auslöser für das gemeinsame Projekt zur Verbesserung des Arbeitsschutzmanagements hier in Gifhorn?

Über die Jahre ist der Standard stark gewachsen mit dem Fokus auf Produktivität, Erhöhung des Outputs und der Verbesserung der Produktionsprozesse. Das Thema Arbeitssicherheit bzw. Arbeitssicherheitsmanagement ist dabei immer stärker in den Fokus gerückt. Uns hat dabei ein Hebel gefehlt, wie wir das ganze strukturiert erfassen und umsetzen können.
Die steigende Anzahl an Mitarbeitern hat dazu geführt, dass man von “Hands-on” zu mehr strukturierten und organisierten Tätigkeiten übergehen muss.
Dementsprechend wurde beschlossen, dass Thema Arbeitsschutzmanagement als Projekt aufzusetzen, um das Thema gesamtheitlich betrachten zu können und eine strukturierte Umsetzung zu ermöglichen.

Herr Veile

Herr Manzke, Sie sind der Projektleiter für das Projekt „Verbesserung des Arbeitssschutzmanagements“. Welche spezifischen Ziele wurden mit dem Projekt verfolgt?

Ein Ziel war ein zertifizierungsfähiges Managementsystem aufzustellen. Die endgültige Durchführung einer externen Zertifizierung war zu Beginn noch offen, aber es sollte zumindest ein zertifizierungsfähiges Managementsystem aufgebaut werden. Das Ganze natürlich begleitet von einer generellen Verbesserung der Prozesse und der Arbeitssicherheitsleistung.
Die Zertifizierung durch ein externes Zertifikat der Quality Austria haben wir Mitte 2019 erhalten.

Herr Manzke

Welche Herausforderungen sind während dem Projekt aufgetreten und wie wurden diese gelöst bzw. wie wurde damit umgegangen?

Eine Herausforderung während eines so lang andauernden Projektes ist immer, den Schwung im Projekt nicht zu verlieren und die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen. Dies wurde erreicht durch den strukturierten Aufbau des Projektes und dem ständigen Hinterfragen des aktuellen Status und der nächsten Schritte. Dies erfolgte nach dem Motto: „Wo sind wir, wie weit sind wir und was müssen wir noch durchführen?“

Herr Manzke

Die Vorgehensweise, welche ICON für Sie gewählt hat war das Thema „Analyse, Konzept und Realisierung“. Wie ist der zeitliche Aufwand des Projekts einzuschätzen, wenn man diese drei Schritte durchführen möchte?

Bezogen auf die Gesamtheit des Projektes ist der zeitliche Aufwand natürlich nicht zu unterschätzen, aber insbesondere die Vorgehensweise, sich erst einmal Zeit für eine vernünftige Analyse zu nehmen, ist sehr wichtig. Hierzu müssen natürlich Ressourcen bereitgestellt werden, um im Nachhinein tragfähige Ziele und Projektschritte ableiten zu können. Die Ziele wurden im Konzept erarbeitet und definiert, sowie Maßnahmen für die Zielerreichung festgelegt. In der Realisierung wurden diese umgesetzt.

Herr Manzke

Herr Veile, empfehlen Sie diese Vorgehensweise anderen Kunden, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen?

Aus meiner Sicht war die Vorgehensweise genau die richtige. Es war auch nicht das erste Projekt, was in dieser Form zusammen mit ICON umgesetzt wurde. Es hat sich bewährt zuerst die Analyse durchzuführen und das Thema zu erfassen. Über die komplette Projektdarstellung können dann die Prioritäten, Ziele und das passende Vorgehen festgelegt werden. Ich würde die gleiche Vorgehensweise wiederwählen und dies auch anderen Firmen empfehlen.

Herr Veile

Das Thema Arbeitssicherheit ist nicht einmalig bzw. grundsätzlich nicht als Projekt zu sehen. Herr Manzke, welche Herausforderungen stehen zu dem Thema in der kommenden Zeit an und wurde auch die Nachhaltigkeit beachtet?

Herr Manzke:

Die Herausforderungen, die jetzt noch vor uns liegen, sind vor allem die Aufrechterhaltung des Systems und die kontinuierliche Verbesserung. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen mit Hilfe eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die kommenden Potentiale und Vorschläge, welche insbesondere von der Belegschaft kommen werden, aufgegriffen und umgesetzt werden.

Herzlichen Dank, dass Sie beide sich die Zeit für dieses Interview genommen haben.

Von links nach rechts: Herr Veile, Herr Manzke und Herr Tremel

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