Historie

„RCM ist ein für die US-Luftfahrtindustrie entwickelte Methode zur Sicherstellung der Zuverlässigkeit von Betriebsanlagen, Systemen und Verfahren. RCM ist ein ausgereiftes, branchenunabhängiges, systematisches Analyseverfahren zur Entwicklung der optimalen Instandhaltungsstrategie für Konstruktion, Produktion und Instandhaltung. Die Weiterentwicklung von RCM zur Anwendung im industriellen Umfeld, entwickelt von John Moubray, wird als RCM 2 bezeichnet.

Leitsatz

RCM 2 entwickelt die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass Anlagen im vorhandenen Umfeld verlässlich die Anforderungen der Benutzer erfüllen. „Technisch betrachtet gibt es zwei Elemente für das Management materieller Anlagenkomponenten jeglicher Art. Jede Komponente muss gewartet und von Zeit zu Zeit modifiziert werden.“

Definition

In den maßgebenden englischsprachigen Wörterbüchern wird der Begriff „Instandhaltung (maintain)“ als veranlassen, fortfahren oder als in einem bestehenden Zustand erhalten definiert. Daraus könnte man entnehmen, dass Instandhaltung bedeutet, etwas zu bewahren. Andererseits ist aber auch die Modifikation darin enthalten, was in gewisser Weise auch eine Änderung bedeutet. Die tiefgreifenden Konsequenzen, die sich aus der Unterscheidung von Instandhaltung und Änderung ergeben, werden ausführlich hier nicht näher ausgeführt. In dieser Ausfertigung konzentrieren wir uns auf Instandhaltung (Anmerkung: operative Instandhaltung).

Wenn wir etwas instand halten dann müssen wir genau definieren, was instand gehalten werden sollte. Was ist der bestehende Zustand, den wir erhalten möchten?

Die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus der Tatsache, dass jede materielle Komponente dazu verwendet wird, eine oder mehrere spezifische Funktionen zu erfüllen. Daraus folgt, dass wenn wir eine Komponente instand halten wollen, der Zustand, den wir zu erhalten beabsichtigen, so beschaffen sein muss, dass die Komponente ihre vorgeschriebene Funktion auch weiter erfüllt.

Bis zu zwei Drittel des Zeitraums bei einer RCM Durchführung wird für die Ermittlung der Funktionen erbracht!

Die sieben Grundfragen

Ein Bestandteil des RCM-Verfahrens sind die folgenden sieben Fragen, die für jede Ausrüstungskomponente bzw. jedes System beantwortet werden:

  • Welche Funktionen und damit verbundenen Leistungsnormen gibt es für jede Anlagenkomponente unter Berücksichtigung der momentanen Betriebsbedingung?
  • Wie versagt eine Anlagenkomponente bei der Ausführung ihrer Funktion?
  • Welche Ursachen hat die Funktionsstörung?
  • Was geschieht, wenn die Anlagenkomponente versagt?
  • Auf welche Weise stört das Versagen?
  • Was kann getan werden, um der Störung vorzubeugen?
  • Was sollte unternommen werden, wenn keine annehmbare vorbeugende Lösung gefunden werden kann?

Die Methode wird ähnlich einer FMEA im Arbeitskreis durchgeführt. Dabei werden die 7 Fragen werden mittels Software oder standardisierte Formblätter und Entscheidungsdiagrammen sichergestellt.

Beispiel Entscheidungsdiagramm (nach John Moubray)

RCM2 Decision Diagram

Zusammenfassung

RCM ist eine umfassende Methode des Instandhaltungs-Managements, die es erlaubt sehr hohe Verfügbarkeiten von Assets zu erzielen. Wie unterstützen Sie bei der operativen Instandhaltungsstrategie- und Methodenauswahl, Softwareauswahl des zuverlässigkeitsbasierten Ansatzes und auch bei der Durchführung der RCM-Methode.